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CANO

Eclipse

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1978
Besonderheiten/Stil: Folk; Klassischer Prog; Rock / Pop / Mainstream
Label: A&M Records
Durchschnittswertung: 9/15 (1 Rezension)

Besetzung

Marcel Aymar Voice, Acoustic Guitar
Michel Dasti Drums, Percussion
Michel Kendel Garnd Piano, E-Piano, Synthesizer
David C. Burt Guitars, String Arrangemens
John Doerr Bass, Synthesizer, Trombone, String Arrangemens
Wasyl Kohut Violin, Mandolin, String Arrangemens
Rachel Paiement Voice, Acoustic Guitar

Gastmusiker

Matt Zimbal Vocals
Monique Paiement Strings
Famille Armin, Dan Englert Sax

Tracklist

Disc 1
1. Soleil mon chef 5:28
2. Earthly Mother 4:06
3. Cercles de la nuit 3:37
4. Rumrunner's Runaway 4:25
5. Moon Lament 4:39
6. Ça roule 5:45
7. Bienvenue 1984 8:51
Gesamtlaufzeit36:51


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Dédé, cet album est pour toé, this album is for you.

So steht es hinten auf dem Cover der dritten LP von CANO. Die Aufnahmen derselben wurden von einem tragischen Vorfall überschattet. Dédé, also André Paiement, einer der Köpfe und Hauptsongschreiber der Band, nahm sich kurz vor (oder nach) Beginn der Aufnahmen das Leben. Ihm ist daher das Album gewidmet.

Als Nachwirkung auf Paiements Tod, der bei gut der Hälfte der Nummern als Texter bzw. Komponist auftaucht, verströmt das 1978 auf dem A&M-Label veröffentlichte Album stellenweise eine gewisse Melancholie aus. Eine elegante, sehr farbige, oft vom wunderbaren Gesang der Paiement bestimmte Mischung aus Jazz, Rock und Prog wird hier geboten, die allerdings, im Unterschied zu den ersten beiden Scheiben der Kanadier, nur noch selten eine folkige Atmosphäre verströmt. Riesige Unterschiede zum Vorgängeralbum "Au nord de notre vie" sind ansonsten nicht feststellbar, allerdings wirkt die Musik elektrifizierter, insbesondere E-Piano und Synthesizer stehen dominanter im Mix. Klangvoll-symphonische Momente, jazzig-rockige, vom perlenden E-Piano bestimmte Abschnitte, virtuose Soli von Violine, Piano und E-Gitarre (besonders im tollen "Ryshnychok", was in russischer Schrift auf dem Innensleeve auftaucht und "Mutter Erde" bedeutet), zerbrechliche Songs und kernigerer Rocker lösen sich hier ab und sorgen für ein unterhaltsames Hörerlebnis (insbesondere im langen "Bienvenue 1984", welches aus progressivrockiger Hinsicht natürlich den Höhepunkt des Albums darstellt).

Ein paar kommerzielle Zugeständnisse sind allerdings auch auszumachen. Die Band singt nun in zwei Stücken in Englisch (ihr nächstes Album sollte dann ganz in English gehalten sein), was im Vergleich zum klangmalerischen, mit dem charakteristischen frankokanadischen Akzent versehenen Französisch der anderen Nummern recht blass wirkt und im Falle des Tom-Waits-Imitats in "Rumrunner's Runaway" sogar nervt. Ein paar leicht kitschige Choreinlagen fallen negativ auf, wobei die in den Credits recht häufig erwähnten "Orchestral Arrangements" gar nicht so oft auftauchen, und sich dann eher im Hintergrund halten. Bläsereinlagen sind sehr selten geworden und die beiden Gäste am Saxophon sorgen nur an wenigen Stellen für kurze, fast poppige Fanfaren. Alles in allem nähert sich die Band mit "Eclipse" ganz langsam dem glattgebügelten Pop ihrer späteren Alben an.

So weit ist es allerdings zum Glück noch nicht. "Eclipse" ist immer noch ein schönes, wenn auch nicht wirklich weltbewegendes Album mit typisch frankokanadischem Symphoprog, das es aber trotzdem verdient hätte, auf CD wieder veröffentlicht zu werden. Im Gegensatz zu den beiden Vorgängeralben hat A & M die Scheibe nämlich meines Wissens bisher nicht auf Silberling wieder aufgelegt. Die LP ist allerdings relativ problemlos und günstig über den weltweiten Gebrauchtvinlylhandel beziehbar.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 27.8.2010
Letzte Änderung: 24.9.2010
Wertung: 9/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von CANO

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1976 Tous dans l´meme bateau 9.00 1
1977 Au nord de notre vie 10.00 1

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